Landschaft erleben, Region kennenlernen
Gästeführen in Ganderkesee mit Lisa Dirks

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EXPO-Tour Ganderkesee

Vorbei an kleinen Dörfern und Einzelhöfen und durch uralte Laubwälder

Tour 71, Länge 37.0 Km
Kategorie: Natur, Kultur
Etappen: Ganderkesee - Stenum - Falkenburg
Hinweis: Die Fahrradwegweiser an vielen Punkten des Rundkurses ermöglichen Ihnen Abstecher in die weitere Umgebung, oder Sie erleichtern Ihnen den Einstieg in den Rundkurs.
Ganderkesee
  • ist eine Großgemeinde in Nordwestdeutschland mit 25 Ortschaften, über 31000 Einwohnern und 138 qkm Fläche, zwischen Bremen und Oldenburg gelegen, auf der hohen Geest, mit Blick zur Weser an der "Grünen Küstenstraße", an der A 28 und an der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg-Wilhelmshaven mit den Bahnhöfen Bookholzberg, Schierbrok und Hoykenkamp, sowie an der Bahnstrecke Delmenhorst-Bramsche-Osnabrück (Bahnhof: Ganderkesee).
    ist staatlich anerkannter Erholungsort im "Naturpark Wildeshauser Geest", der sich auszeichnet durch: uralte Laubwälder, Wallhecken, Fuhrenkämpe, Solitärbäume, Auwälder, Urstromtäler der kleinen Flüsse und Bäken, grüne Wiesen und weite Äcker, kleine Moore, Schlatts und Seen, die sich zu einer Parklandschaft verbinden.
    Im Gemeindegebiet finden sich noch ursprüngliche kleine Dörfer und Einzelhöfe, aber auch wachsende Ortschaften mit neuen Wohngebieten und der nötigen Infrastruktur.
Fixpunkte an der regionalen Expo-Tour Ganderkesee:
Neues Rathaus
    Gebaut von einer Bauherrengesellschaft mit Vorkaufsrecht für die Gemeinde Ganderkesee.
    Nach 60 Jahren Mietzeit ist das Rathaus Eigentum der Gemeinde Ganderkesee. Es hat 6215 qm Nutzfläche, 15 Millionen DM hat der Bau gekostet. Mieter: Gemeinde, Cafe, Bank und Polizei, Tiefgarage

Altes Rathaus
    1912 von der evangelischen Kirchengemeinde, als 2. Pfarrhaus gebaut
    1933 von der politischen Gemeinde erworben hier findet man heute die Touristinformation und die VHS.
Marktplatz an der Rathausstraße
    jeden Freitag Wochenmarkt,
    im Laufe des Jahres immer wieder Märkte und Veranstaltungen: z.B. Staudenmarkt,Hobby- und Handwerkermarkt
Bahnhof
    Bahnlinie (1898 erbaut) Delmenhorst - Bramsche - Osnabrück
Festplatz
    Hier steht zur 5. Jahreszeit (Fasching) das große Zelt Im September findet hier Bauernmarkt auf dem grünen Rasen statt.
Gemeindebücherei
Schule Am Habbrüggerweg - wurde zum 2. Mal "Umweltschule für Europa"
Delme-Werkstätten für Behinderte GmbH Lebenshilfe für geistig-Behinderte Delmenhorst und Umgebung e.V.
Expo-Standort "Umweltschutz Nord" im Industriegebiet
  • Kompostwerk des Landkreises Oldenburg
    Grüne und blaue Algen reinigen Wasser und Luft und produzieren dabei wertvolle Farbstoffe.
    In der Terrahalle sind Milliarden winziger Mikroorganismen damit beschäftigt, Schadstoffe aus einem Berg verunreinigten Bodens zu verwerten, im Forschungsbereich wird gerade ein neuer Stoff auf seine Kompostierbarkeit geprüft, um im nebenan gelegenen Kompostwerk zu wertvollem Humus verarbeitet zu werden: Das Ganderkeseer Unternehmen Umweltschutz Nord GmbH & Co. schließt mit der intelligenten Verknüpfung biologischer Verfahren zur Wasser-, Boden- und Luftreinigung Kreisläufe und trägt so dazu bei, Ressourcen zu schonen und bereits genutzte Rohstoffe und Flächen einer neuen Verwendung zuzuführen.
    Ergänzt um die Kompostierung wird hier konsequente Kreislaufwirtschaft betrieben und so nachhaltiges Wirtschafen gefördert. Die Zusammenfassung der einzelnen Komponenten zu dem Vorhaben "Biotechnologie in der Kreislaufwirtschaft" ist registriertes Projekt der Expo 2000 und wird im Rahmen der Weltausstellung multimedial der Öffentlichkeit vorgestellt.
  • Für Gruppen werden Führungen nach Absprache angeboten.
    Informationen: Umweltschutz Nord GmbH & Co., Industriepark 6, 27777 Ganderkesee, Tel. 04222 / 47 124, Fax 04222 / 47262, E-mail segbad@u-nord.com
Flugplatz Ganderkesee
    Verkehrslandeplatz Klasse 2: Landebahn 835 m - Flugschule - Ballonfahrten - Fallschirmspringen Hubschrauberlandeplatz.
Grabhügel aus der Bronzezeit.
Mühle Rumpf der ersten in Ganderkesee erbauten Windmühle in Bookhorn.

Falkenburg
Lutherstift in Falkenburg
    Bildungsstätte der Ev.-luth. Landeskirche Hannover seit Ende des 2. Weltkrieges
    Fortbildung kirchlicher Mitarbeiterinnen der Ev.-luth. Erwachsenenbildung
    Diakonenkonvent
Altes Amtshaus
    Der Ganderkeseer Amtmann verlegte seinen Amtssitz 1824 nach Falkenburg an den Postweg Bremen-Oldenburg, er baute sich ein großes Haus mit klassisistischer Fassade.
Holzplastik von Bernhard Kühntopf.
Jagdhütte im Hasbruch
1858 erbaut für die großherzogliche Familie und Forstbeamte des Großherzogs von Oldenburg als Jagdunterkunft.
Der Hasbruch
    ist ein rund 630 Hektar großes geschlossenes Waldgebiet, Bestandteil der Revierförsterei Hasbruch und des gleichnamigen Forstamtes und eines der größten Eichenreviere Norddeutschlands.
    Die eindrucksvollste noch lebende Eiche im Urwald ist heute die etwa 1200 jährige "Friederikeneichen".
  • Die Lehm- und Mergelböden des Hasbruchs, einem Laubmischwald aus Eiche, Buche, Esche, Erle, Birke und Hain- oder Weißbuche, wurden vor rund 200.000 Jahren während des Drenthe-Stadiums der Saaleeiszeit geformt. Im 17. Und 18. Jahrhundert ist der Hasbruch durch Waldweide, Plaggenhieb, Holzberechtigungen und Holzdiebstahl ausgeplündert worden. Er war ein lichter, parkartiger Hutewald. Hier wurde Vieh "gehütet". Reste davon sehen wir noch heute im "Urwald".
  • Seit Ablösung der Weiderechte in der Zeit von 1815 - 1882 sind hier jedoch zwischen den alten Huteeichen zahlreiche jüngere Bäume herangewachsen.
    Zu den Charakterpflanzen im Hasbruch gehört u.a. die Stechpalme. Unter den Blumen sind im April Frühlingsblüher wie die Anemone am auffälligsten. An feuchten Stellen finden sich u.a. Lungekraut, Primel, Scharbockskraut und Waldmeister; großen Artenreichtum gibt es auch bei Farnen, Moosen, Flechten und Pilzen.
  • Reh, Hase, Fuchs und Marder sind hier zu Hause. Rotwild gab es bis 1884. Im Hasbruch leben 50 Brutvogelarten, darunter zahlreiche Hohlbrüter, und zehn verschiedene Fledermausarten. Bäche, Teiche, Bombentrichter und Sägekuhlen sind Lebensraum vielerlei Amphibien und Insekten.
  • Bei der Umwandlung des Hutewaldes in Hochwald wurden im vorigen Jahrhundert einige besonders markante Bestände als "Ausschlußholzung" in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. 1938 wurde eine Fläche von 29 ha als "Urwald Hasbruch" unter Naturschutz gestellt. Nahezu die Hälfte davon fiel der Brennholznot bei Kriegsende zum Opfer. 1989 wurde im Kern des Hasbruchs aus den beiden erhaltenen Urwaldparzellen (zus. 16,8 ha) und mehreren dazwischenliegenden Waldteilen ein arondiertes "Naturwald"-Gebiet (ohne irgendwelche Nutzung oder Pflege) von ca. 40 ha Größe geschaffen. 1997 wurde der gesamte Hasbruch unter Naturschutz gestellt. Die naturnahen Eichenmischwälder sollen durch forstliche Pflege, Nutzung und Verjüngung weiterhin erhalten werden.
  • 1994 begannen erst Bemühungen zur Schaffung einer Pufferzone um den Hasbruch mit extensiver Landwirtschaft, Pflege und Neuanlage von Wallhecken, Solitärbäumen u.a.m., um den ökologischen und landschaftlichen Wert des Gebiets zu erhalten und zu steigern.
Westerloge - Bülterei - Hollen
    kleine landwirtschaftlich geprägte Orte am Hasbruch
    Ruz Hollen - Regionales Umweltzentrum Hollen hier kann man sich das Gelände ansehen und, nach Anmeldung, auch das Haus.
    Altenheim Waldschlößchen - war früher Schullandheim.
    Gross-Steingrab - stammt aus der Jungsteinzeit etwa 2000 vor Christus.
    Krankenhaus Stenum - 1898 als Sommersitz von Hermine de Voß erbaut. 1926 wurde in diesem Haus die Sonnenheilstätte Stenum e.V. für an Tuberkolose Erkrankte eingerichtet und seit 1971 ist das Krankenhaus eine Orthopädische Fachklinik.
Stenumer Wald
    Der Stenumer Wald (96 ha) gehört geologisch zum Bereich der Delmenhorster Geestplatte. Die Böden, meist lehmhaltige Sande über Geschiebelehm und Lauenburger Ton ("blauer Knick"), sind dank ihres Nährstoffreichtums fruchtbar und bieten anspruchvollen Laubhölzern wie Eiche, Buche und Hainbuche gute Wuchsbedingungen.
    Der Stenumer Wald ist uralter Waldboden! Das Bild dieses Waldes in früheren Zeiten stellt sich jedoch anders dar: Lichtungen und Blößen wechselten ab mit lockeren Baumgruppen und vergrasten Flächen, auf denen das Vieh weidet, dazwischen versumpfte Teile, in denen eine vielfältige Krautflora wuchert. Erst nach Eintritt einer geregelten Forstwirtschaft zu Beginn des vorigen Jahrhunderts hat das Bild des Waldes nach und nach das heutige Aussehen angenommen. In der Gegenwart ist der Stenumer Wald Landesforst und gehört zur Revierförsterei Hasbruch.
    Der Stenumer Wald ist auf der Gesamtfläche Landschaftsschutzgebiet. In der Rangfolge: Erholung, Schutz- und dann Nutzfunktion pflegt und bewirtschaftet die Forstverwaltung den Stenumer Wald.
Expo Standort Grundschule Schierbrok
  • Agenda 21 - Wege zur Umsetzung mit Grundschülern
  • Unser Schulhof - ein Naturerlebnisraum:
    matschen - balancieren - probieren - ernten - entdecken - verstecken - staunen
  • Der Wald - ein Lernort: W - wie Wurzel, A - wie Ast, L - wie Laub, D - Dornen
  • Einsatz für die Umwelt Mini-Müll-Musical - Papierschöpfen - Müllkonzept - Energie-Team - Umweltmärchen - Kinder-Umwelt-Konferenz
  • Grundschule Schierbrok, Trendelbuscher Weg 1, 27777 Ganderkesee, Tel: (04221) 8 25 27, Fax: (04221) 80 72 87 E-mail: schlence@aol.com, Homepage: www.nibis.ni.schule.de/~gsschier
Pferdehof Tonkuhlen ehemaliges Ziegeleigelände
Wallhecken - typische Zeugen langer landwirtschaftlicher Nutzung, hier sehr schön erhalten, stehen unter Naturschutz.
Almsloh - altes Bauerndorf - Dorfplatz mit Öhlmühle.
Welsetal - eiszeitliches Urstromtal
Elise Fink - Heimatdichterin, aufgewachsen am Hasbruch.
Wassermühle Elmeloh - erstmals erwähnt 1445 - mehrmals zerstört - mit Steinen vom Kloster Hude wieder aufgebaut und bis 1961 in Betrieb. Heute wird es als Wohnhaus genutzt.
Ev.-Luth. Wichernstift Elmeloh - Alten- und Pflegeheim - Kinderheim - Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Turnierplatz - des "Reitervereins Ganderkesee"
Alte Tischlerei - im Fahrener Weg 14 a - alte Kunsttischlerwerkstatt Kunstausstellung
Feuerwehr Technische Zentrale - mit Einsatzleitstelle für den Landkreis Oldenburg
Ev. Kirche St. Cyprian und St. Cornelius - dreischiffige gotische Hallenkirche aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts - Turm älter, wahrscheinlich 12. Jahrhundert - Orgel von Arp Schnitger 1699 erbaut - auf dem Friedhof, alte Stelen Gemeindehaus der Ev. Kirche - 1876 erbaut - Äußeres erhalten - im Inneren umgebaut, um heutigen Ansprüchen zu genügen.

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